ich muss schon gestehen, das mich die aussicht auf die ferien mit zweierlei gefühl belastet:
1.) "juch-hu", ferien. freie zeit, kein kopf machen um schule
2.) "oh-no", ferien. freie zeit, keine ahnung was zu tun ist.
es ist nun nicht so, als würde ich wirklich gänzlich planlos vor den schönsten wochen eines jeden schülers stehen - doch sechs (!) wochen ... das ist nunmal schon eine lange zeit, die nicht mit drei bis 4 terminen, einem buch und ein wenig schreibkram zu überbrücken sind. also muss eine lösung her: ich glaube, ich gehe zum arzt. vielleicht habe ich eine krankheit, die viel zeit in anspruch nehmen könnte? dann hätte ich etwas zu tun - fühle ich mich doch schon seit wochen krank und antriebsschwach! und als ob das nicht genügen würde, habe ich vor kurzem meinen blutdruck überprüft ... besorgniserregend ... weit unter durchschnitt!
also doch: schilddrüse?!
ich werde sehen, wenn ich meine ferienzeit von arzt zu arzt schlendernd verbringe, immer einen beipackzettel nach evtl. interessanten nebenwirkungen durchforstend und in der anderen hand ein bierchen - schließlich muss man die ferien ja ganz im stil der massen verleben, sprich (bzw. schreib): betrunken.
wo wir bei diesem thema sind (betrunken): die em ist vorbei, jaja, alter hut, doch interessant finde ich, wie schnell es mit der nationalen "wir sind ein volk" und "identifizieren uns deshalb auch mit hilfe von nationalflaggen (die als dreingabe beim kauf von übermengen bier, waschmittel oder cornflakes(?!) ergattert wurden) an autos"-bewegung zu ende war! kaum einer wagt es nun noch, mit diesen dingern durch die gegend zu fahren ... deutschland ist wieder out, auch die anderen nationalitäten zeigen nur noch vereinzelt ihre farben. nur eine beobachtung am rande.
die flatliners haben "sommerpause" und treten erst auf dem zytanien-festival wieder auf, was also auch noch mehr "zeit" schenkt. die letzten auftritte, halle & berlin, waren sehr schön - es macht spaß zu feiern und musik zu machen, bis die bullen kommen und den bass runterschrauben lassen. mein ziel ist erreicht: subversivität ohne auch nur einen hauch von apo-attitüde. haha.
nun ist's sonntagabend, mein sonnenbrand ist fast verheilt und ich hoffe, das es in den nächsten tagen wieder sonne gibt, die einen an den see, den fluß oder gar den keller treibt. ich bin gespannt.